Mit dem traditionellen Neujahrsempfang eröffnete die Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte am 14. Januar das neue Veranstaltungsjahr.
Als Festrednerin begrüßte die Stiftung Dr. Christina Stresemann. Die Juristin war bis 2023 Vorsitzende des für Eigentumsfragen zuständigen Senats am Bundesgerichtshof und ist Enkelin des ehemaligen Reichsaußenministers Gustav Stresemann. In ihrem Vortrag „Raub und Restitution – Die widerwillige Rückgabe verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter“ beleuchtete Dr. Stresemann den systematischen Raub von Kunst- und Kulturgütern durch die Nationalsozialisten, der den Ermordungen der europäischen Juden vorausging. Zugleich zeigte sie auf, wie zögerlich und unvollständig die Rückgabe dieser verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgüter bis heute vielfach erfolgt.
Zuvor hatte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Günter Schmitteckert, die Gäste willkommen geheißen. Einen Rückblick auf das Jubiläumsjahr anlässlich des 100. Todestages von Friedrich Ebert im Jahr 2025 gab der Geschäftsführer der Gedenkstätte, Prof. Dr. Bernd Braun.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von dem fünfzehnjährigen Marimbaphon-Spieler Leo Göldner-Otón von der Musik- und Singschule Heidelberg. Er spielte das Präludium C-Dur von Johann Sebastian Bach sowie die Stücke „Barcelona“ und „Yellow After the Rain“ von Mitchell Peters.
Im Anschluss an den offiziellen Teil klang der Abend bei Gesprächen in der Backstube aus. Für das leibliche Wohl sorgte das Team des bald neu eröffnenden Café Burkardt.
Eindrücke vom Neujahrsempfang

