Rückblick: „Vom Internationalen Frauentag zum Frauenwahlrecht – Der Weg der Frauen in die Politik“
Im Rahmen der Heidelberger Feministischen Aktionswoche und des Internationalen Frauentags zeichnete Laura Baumgarten am 5. März 2026 den langen Kampf der Frauen um politische Teilhabe von der Kaiserzeit bis zur Weimarer Republik nach.
Die historischen Wurzeln des Frauentags liegen in den USA, wo 1909 der erste nationale Frauentag stattfand. Besonders engagierte sich die deutsche Sozialistin Clara Zetkin für die Einführung eines internationalen Aktionstages. Als Vorsitzende der Kopenhagener Frauenkonferenz 1910 sowie als Internationale Sekretärin der Sozialistische Fraueninternationale setzte sie sich dafür ein, die Forderungen der Frauenbewegung international zu bündeln. 1911 wurde schließlich der erste Internationale Frauentag begangen. Ein einheitliches Datum war zunächst jedoch nicht festgelegt: Während Kommunistinnen ihren Frauentag am 8. März feierten, mieden die SPD und die USPD diesen Termin bis 1933.
In den ersten Jahren stand vor allem die Forderung nach dem Frauenwahlrecht im Mittelpunkt. Innerhalb kurzer Zeit etablierte sich der Internationale Frauentag besonders in der sozialistischen Bewegung; auch Teile der bürgerlichen Frauenbewegung engagierten sich teilweise für das Stimmrecht der Frauen. Erst die Novemberrevolution von 1918/19 brachte schließlich den entscheidenden Durchbruch: Frauen erhielten das lange erkämpfte Wahlrecht. Zudem zogen 37 Frauen in die erste Weimarer Nationalversammlung ein, die anschließend die erste demokratische Verfassung ausarbeitete.
Die Veranstaltung wurde musikalisch von der Jazz-Combo der Musik- und Singschule Heidelberg begleitet. Im Anschluss an den Vortrag hatten die Anwesenden in der Backstube Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Laura Baumgarten ist auf Instagram als @FrauAbgeordnete bekannt und widmet sich dort der Geschichte und Rolle von Frauen in der Weimarer Republik.
Dr. Joana Duyster Borredà, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung, hieß die Gäste im Friedrich-Ebert-Haus willkommen.
Laura Baumgarten während ihres Vortrags.
Die Jazz Combo der Musik- und Singschule Heidelberg umrahmte den Abend musikalisch.

