Podiumsdiskussion zum ZDF-Zweiteiler „Sturm kommt auf“ im Friedrich-Ebert-Haus
Am 5. Mai veranstaltete das Friedrich-Ebert-Haus eine Podiumsdiskussion zum ZDF-Zweiteiler „Sturm kommt auf.“ Zu Gast waren der Regisseur Matti Geschonneck und der Produzent Jakob Claussen. Die Moderation übernahmen der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Günter Schmitteckert, und die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung, Dr. Joana Duyster Borredà.
Die beiden jeweils 90-minütigen Filme mit Josef Hader in der Hauptrolle thematisieren den Aufstieg des Nationalsozialismus in der Weimarer Republik. Aus der Perspektive eines bayerischen Dorfes werden darin eindrucksvoll die gesellschaftlichen Spannungen, die politische Radikalisierung und die Generationenkonflikte in den letzten Jahren der Demokratie dargestellt.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Fragen zur filmischen Umsetzung des Dorfmilieus, zur Suche nach authentischen Drehorten und zur Darstellung politischer sowie gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Gäste erläuterten auch, welche historischen Quellen und Materialien in die Recherche eingeflossen sind und welche Aspekte ihnen bei der Darstellung der politischen Radikalisierung besonders wichtig waren.
Geschonneck und Claussen gewährten dem Publikum darüber hinaus persönliche Einblicke in die Entstehung des Films: von der Stoffentwicklung über die Besetzung bis hin zu den Dreharbeiten. Dabei berichteten sie auch von zahlreichen Anekdoten aus der Zeit hinter den Kulissen.
Nach der Podiumsdiskussion nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den Filmschaffenden ins Gespräch zu kommen.
Matti Geschonneck, der unter anderem mehrfach bei Folgen von „Tatort” und „Polizeiruf 110” Regie führte, ist in Heidelberg kein Unbekannter. Für die im Jahr 2015 ausgestrahlte Romanverfilmung „Der verlorene Bruder“ drehte er bereits mit Jakob Claussen in der Universitätsstadt.
Prof. Dr. Bernd Braun begrüßt die Anwesenden.
Günter Schmitteckert und Dr. Joana Duyster Borredà moderierten die Podiumsdiskussion.
Matti Geschonneck und Jakob Claussen geben Einblicke in die Hintergründe der Filmproduktion.
Der Regisseur Matti Geschonneck.
Ausgewählte Filmausschnitte regten die Diskussion an.
V. l. n. r.: Prof. Dr. Bernd Braun, Geschäftsführer der Stiftung, Günter Schmitteckert, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, Dr. Joana Duyster Borredà, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung, Matti Geschonneck, Regisseur, und Jakob Claussen, Produzent.

